Das Kandidatenprofil bestimmt direkt, wie realistisch und dauerhaft das Ergebnis sein wird. Die Beurteilung sollte sich nicht nur auf „wie viele Grafts" konzentrieren, sondern auch darauf, woher diese Grafts stammen und wie lange sie voraussichtlich halten werden.

Generell gute Kandidaten

  • Stabile androgenetische Alopezie, die weitgehend zum Stillstand gekommen ist.
  • Ein dichter, gesunder Spenderbereich.
  • Realistische Erwartungen (Akzeptanz, dass der bestehende Haarausfall nicht vollständig zur Dichte im Alter von 17 Jahren zurückkehrt).
  • Ein allgemeiner Gesundheitszustand, der einen kleinen ambulanten Eingriff zulässt.

Fälle, die besondere Vorsicht erfordern

  • Sehr junge Patienten (unter 20 Jahre): Das Ausfallmuster ist möglicherweise noch nicht festgelegt; transplantierte Bereiche können am Ende wie „Inseln" wirken, wenn das umgebende Haar weiter ausdünnt.
  • Diffuser/instabiler Haarausfall (Diffuse Unpatterned Alopecia, DUPA): Selbst der Spenderbereich kann unzuverlässig sein.
  • Aktive Alopecia areata oder vernarbende Alopezie: Die zugrunde liegende Erkrankung muss zuerst kontrolliert werden.
  • Unrealistische Erwartungen: Keine seriöse Klinik verspricht eine „perfekte", lückenlose Dichte.
Bewährte Praxis: Die Entscheidung für eine Operation sollte auf einer gemeinsamen Beurteilung durch einen Dermatologen, der den Haarausfall medizinisch behandelt, und einen Haartransplantationschirurgen beruhen — nicht nur auf einer verkaufsorientierten „kostenlosen Beratung".