FUE (Follicular Unit Extraction) entnimmt follikuläre Einheiten einzeln aus der Spenderregion, meist mit kleinen runden Punches von 0,7-1 mm Durchmesser. Anders als bei FUT sind kein Streifenschnitt und keine Nähte erforderlich.

Der Ablauf

  1. Follikuläre Einheiten in der Spenderregion werden einzeln mit einem kleinen Punch-Instrument von der Haut gelöst.
  2. Die entnommenen Grafts werden in einer speziellen Lösung aufbewahrt, um ihre Vitalität zu erhalten.
  3. Sie werden in Mikrokanäle im Empfängerbereich eingesetzt.

Vorteile

  • Keine lineare Narbe durch Streifenentnahme oder Nähte – hinterlässt winzige, punktförmige Spuren, die selbst bei kurzen Haaren kaum sichtbar sind.
  • Die Heilung ist in der Regel kürzer und weniger schmerzhaft.
  • In einer Sitzung sind bis zu 5.000-6.000 Grafts möglich, was die Methode für fortgeschrittene Fälle (Norwood 4-6) effizient macht.

Nachteile

  • Bei manueller FUE kann die Transektionsrate je nach Erfahrung des Operateurs stärker schwanken als bei FUT.
  • Die Zeit pro Graft kann länger sein, wodurch der Arbeits-/Zeitaufwand bei sehr hohen Graft-Zahlen steigt.
Für wen geeignet? Gilt heute als Goldstandard – geeignet für nahezu alle Patienten, die ihr Haar kurz tragen möchten, keine sichtbare Narbe wünschen und einen moderaten bis fortgeschrittenen Haarausfall haben.