Eine Haartransplantation ist nur bei dauerhaftem, stabilem Haarausfall mit intaktem Spenderbereich wirksam. Die folgenden Erkrankungen haben andere zugrunde liegende Ursachen und erfordern in der Regel zunächst eine medizinische Behandlung.
Telogenes Effluvium
Ein meist vorübergehender, diffuser Haarausfall, der auftritt, wenn ein Auslöser — Operation, Geburt, schwere Erkrankung, Nährstoffmangel — einen ungewöhnlich hohen Anteil der Haare gleichzeitig in die Telogenphase drängt.
Alopecia areata
Eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift und dadurch runde, scharf begrenzte Haarausfallherde entstehen. Eine Transplantation wird während aktiver Erkrankung nicht empfohlen.
Traktionsalopezie
Verursacht durch mechanische Schädigung der Follikel durch Frisuren, die anhaltenden Zug ausüben — straffe Pferdeschwänze, Zöpfe, Extensions. Kann bei frühzeitiger Erkennung reversibel sein.
Vernarbende Alopezie
Eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen Follikel dauerhaft durch Narbengewebe ersetzt werden (z. B. Lichen planopilaris, Folliculitis decalvans). Eine Transplantation kommt nur in „ausgebrannten", inaktiven Bereichen infrage und erfordert eine fachärztliche Beurteilung.