Die Spenderregion – meist der Hinterkopf und die Bereiche oberhalb der Ohren – ist die wichtigste physische Grenze dafür, wie viele Grafts transplantiert werden können. Follikel aus diesem Bereich sind genetisch resistent gegen DHT, und diese Resistenz bleibt auch nach der Verpflanzung erhalten.

Beurteilte Faktoren

  • Dichte (Follikel pro cm²): Eine gesunde Spenderregion weist im Durchschnitt 80-100 Follikel pro Quadratzentimeter auf. Werte unter 40 pro cm² gelten allgemein als Zeichen einer schlechten Eignung.
  • Kopfhautelastizität (Laxity): Besonders relevant für FUT – bestimmt, wie viel Haut gedehnt und vernäht werden kann.
  • Grad der Miniaturisierung: Selbst leichte Ausdünnung in der Spenderzone selbst wirft die Frage auf, ob sie wirklich "dauerhaft" ist (DUPA-Risiko).
  • Haardicke und -farbe: Dickeres, dunkleres Haar bietet pro Graft mehr visuelle "Deckung" als feines, helles Haar.
  • Künftiges Ausfallpotenzial: Bei jüngeren Patienten muss berücksichtigt werden, dass fortschreitender Haarausfall das künftige Spenderangebot verringern kann.
Die Grundregel: Die Spenderregion ist keine unbegrenzte Ressource. Erfahrene Chirurgen kalkulieren Grafts unter Berücksichtigung sowohl des aktuellen als auch des künftigen Bedarfs; übermäßige Entnahme kann zu dauerhafter Ausdünnung und sichtbarer Vernarbung in der Spenderzone selbst führen.