FUT (Follicular Unit Transplantation) bezeichnet die chirurgische Entnahme eines Hautstreifens aus der Spenderregion (meist am Hinterkopf), den Verschluss der Wunde mit Nähten und die anschließende Zerlegung des Streifens unter dem Mikroskop in einzelne follikuläre Einheiten.
Der Ablauf
- Ein Hautstreifen definierter Breite wird chirurgisch aus der Spenderregion entnommen.
- Die Entnahmestelle wird mit Nähten oder Klammern verschlossen – dies hinterlässt die für die Technik typische, dünne lineare Narbe.
- Der Streifen wird von Technikern unter einem Stereomikroskop in einzelne follikuläre Einheiten zerlegt.
- Die Grafts werden in zuvor angelegte Kanäle im Empfängerbereich eingesetzt.
Vorteile
- In einer einzigen Sitzung kann eine hohe Anzahl an Grafts erzielt werden.
- Die Kosten pro Graft sind in der Regel niedriger als bei FUE.
- Da die Follikel unter dem Mikroskop präpariert werden, kann die Transektionsrate niedrig ausfallen.
Nachteile
- Hinterlässt eine dauerhafte, dünne lineare Narbe am Hinterkopf – bei sehr kurzem Haarschnitt möglicherweise sichtbar.
- Heilungsdauer und Beschwerden an der Entnahmestelle sind in der Regel länger als bei FUE.
- Bei unzureichender Kopfhautelastizität (Laxity) unter Umständen nicht anwendbar.
Für wen geeignet? Nach wie vor eine sinnvolle Option für Patienten, die eine sehr hohe Graft-Anzahl benötigen und ihre Haare nicht sehr kurz tragen möchten – wird heute jedoch seltener gewählt als FUE und DHI.