Für Menschen im Rahmen einer Geschlechtsangleichung ist die Haartransplantation ein chirurgischer Baustein, der die Hormontherapie beim Ausdruck der Identität ergänzt.
Warum Hormone allein nicht ausreichen
Östrogen kann die Hautstruktur weicher machen und das Muster der Körperbehaarung verändern, aber es kann bereits verlorenes Haar nicht nachwachsen lassen und auch den Haaransatz nicht an eine andere Position auf der Stirn verschieben. Genau diese strukturelle Lücke schließt die Haartransplantation.
Feminisierung
Der am häufigsten gewünschte Eingriff ist die Feminisierung des Haaransatzes: Der Haaransatz wird typischerweise in den Bereich von 5-7 cm abgesenkt, die Kontur wird abgerundet, und der Schläfenbereich wird mit Bedeckung neu gestaltet – was das obere Gesichtsdrittel deutlich femininer wirken lässt.
Maskulinisierung
Die Maskulinisierung des Haaransatzes zielt darauf ab, einen klarer definierten, kantigeren und typischerweise höheren Haaransatz zu schaffen (M-förmig, mit zurückweichenden Schläfenpunkten). Dies wird oft zusammen mit dem Wachstum oder der Verdichtung von Bart-/Gesichtsbehaarung geplant.
Weitere Bereiche
Die Wiederherstellung des Wirbelbereichs, die Wiederherstellung der Gesichtsbehaarung und die Wiederherstellung der Brustbehaarung gehören zu den weiteren häufig gewünschten Eingriffen.