Lockiges und afro-texturiertes Haar hat eine grundlegend andere Follikelstruktur als glattes Haar, was die Transplantation technisch deutlich anspruchsvoller macht.

Der strukturelle Unterschied

Im Gegensatz zu Follikeln glatten Haars wachsen afro-texturierte Follikel unter der Haut in einer C-förmigen oder spiraligen (helikalen) Konfiguration. Diese gekrümmte Struktur erhöht das Risiko einer follikulären Transektion bei Verwendung von Standard-Extraktionswerkzeugen.

Transektionsrisiko

Bei herkömmlichen, für glattes Haar konzipierten Methoden können Transektionsraten bis zu 80 % erreichen. Deshalb sind spezialisierte gebogene Punches, Instrumente mit größerem Durchmesser und angepasste Extraktionsprotokolle notwendig.

Es gibt auch einen Vorteil

Die Lockung selbst erzeugt bei gleicher Graft-Anzahl ein stärkeres visuelles Dichtegefühl (Deckung) – ein echter Vorteil für Patienten mit afro-texturiertem Haar.

Entscheidendes Auswahlkriterium: Ein Chirurg, der mit diesem Haartyp arbeitet, muss über nachgewiesene, spezifische Erfahrung mit Afro-/Lockenhaar verfügen – allgemeine Erfahrung allein reicht nicht aus.