DHI (Direct Hair Implantation) verwendet ein spezielles stiftähnliches Instrument – den Choi-Implanterstift –, um Follikel direkt in die Kopfhaut einzusetzen, ohne zuvor Empfängerkanäle zu öffnen.
Der zentrale Unterschied zu FUE
Bei Standard-/Saphir-FUE werden zunächst Kanäle im Empfängerbereich geöffnet, anschließend werden die Grafts von Hand eingesetzt. Bei DHI übernimmt der Choi-Stift beide Schritte gleichzeitig – er öffnet den Mikrokanal und setzt den Graft in derselben Bewegung.
Vorteile
- Die Grafts verbringen weniger Zeit außerhalb des Körpers (kürzere Ischämiezeit), was in manchen Studien mit Überlebensraten von 90-97% assoziiert wird – potenziell höher als bei Standardmethoden.
- Ermöglicht eine präzisere Kontrolle von Kanalwinkel und -tiefe, was besonders für ein natürliches Haaransatz-Design vorteilhaft ist.
- Kann ohne Rasur durchgeführt werden ("Rasurfreies DHI"), was den Eingriff diskreter macht.
Nachteile
- Die Behandlungsdauer ist länger, was in der Regel höhere Kosten bedeutet.
- Bei sehr hohen Graft-Zahlen (5.000+) kann die Logistik anspruchsvoller sein.
- Das Ergebnis hängt stark von der Erfahrung des durchführenden Teams ab.
Für wen geeignet? Besonders beliebt bei Patienten, die ein natürliches, dichtes Haaransatz-Design wünschen, einen rasurfreien Eingriff bevorzugen oder einen moderaten Graft-Bedarf haben.