Minoxidil wurde ursprünglich als Blutdruckmedikament entwickelt; nachdem seine haarwuchsfördernde Nebenwirkung bemerkt wurde, wurde es als topische Formulierung (und später als niedrig dosierte orale Formulierung) für Haarausfall neu entwickelt.

Wirkmechanismus

Der genaue Mechanismus wird noch erforscht, aber man geht davon aus, dass Minoxidil die Durchblutung der Follikel steigert und Wachstumsfaktoren so moduliert, dass die Anagenphase verlängert und die Follikel zu einem größeren Durchmesser angeregt werden.

Anwendung und Wirksamkeit

Die topische 5%ige Lösung/Schaum wird ein- bis zweimal täglich aufgetragen. Niedrig dosiertes orales Minoxidil (0,25-5 mg/Tag) wird zunehmend bevorzugt, insbesondere bei Patienten, die auf die topische Form nicht ansprechen oder Schwierigkeiten damit haben; in der Wirksamkeitsrangfolge liegt es hinter Dutasterid und Finasterid.

Nebenwirkungen

Die häufigsten topischen Nebenwirkungen sind Kontaktdermatitis und unerwünschtes Haarwachstum an anderen Körperstellen (Hypertrichose). Die orale Anwendung kann dosisabhängige Hypertrichose und kardiovaskuläre Effekte (Herzklopfen, Flüssigkeitsretention) verursachen.

Relevanz für die Transplantation: Minoxidil ersetzt keine Operation — es hilft, den Verlust bestehender, DHT-empfindlicher Follikel zu verlangsamen. Viele Chirurgen empfehlen, es nach einer Transplantation weiter anzuwenden, um nicht transplantiertes, natives Haar zu schützen.