Plättchenreiches Plasma (PRP) wird gewonnen, indem eine Probe des eigenen Blutes des Patienten zentrifugiert wird, um Blutplättchen und Wachstumsfaktoren zu konzentrieren, die dann in die Kopfhaut injiziert werden.

Wissenschaftliche Evidenz

Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zeigen, dass PRP die Haardicke und -dichte erhöhen kann, insbesondere bei androgenetischer Alopezie vom weiblichen Muster. Die Protokolle (Aufbereitungsmethode, Sitzungshäufigkeit, Thrombozytenkonzentration) unterscheiden sich jedoch stark zwischen den Kliniken, was zu uneinheitlichen Ergebnissen führt.

Kombinationstherapien

Die Kombination von PRP mit Low-Level-Lasertherapie (LLLT) oder topischem Minoxidil hat sich als wirksamer erwiesen als PRP allein, mit einer stärkeren Verbesserung der Haardichte.

Rolle bei der Haartransplantation

PRP ist keine eigenständige Alternative zu einer Transplantation — es kann bereits verlorene Follikel nicht ersetzen. Manche Chirurgen wenden es während oder nach einer Transplantation an, um die Lebensfähigkeit der Grafts zu unterstützen und die Heilung zu beschleunigen.

Realistische Erwartung: PRP ist eine unterstützende Behandlung für die bestehende Follikelfunktion, kein eigenständiges Wundermittel, und seine Wirkung kann nach Beendigung der Behandlung mit der Zeit nachlassen.