Beide Haupttechniken (FUT, FUE) hinterlassen Spuren im Spenderbereich — der Unterschied liegt in Form und Sichtbarkeit der Narbenbildung.

FUT-Narbe

Hinterlässt eine dünne, lineare Narbe an der Stelle, an der der Streifen entnommen wurde. Je nach Hautspannung, Nahttechnik und individueller Heilungsreaktion kann diese Narbe im Laufe der Zeit verblassen und dünner werden oder, selten, sich verbreitern und sichtbarer werden.

„Punkt”-Narbenbildung bei FUE/DHI

Hinterlässt Tausende winziger, punktförmiger Spuren. Obwohl einzeln sehr klein (0,7-1 mm), können sehr hohe Graft-Anzahlen insgesamt den Eindruck einer Ausdünnung im Spenderbereich erzeugen.

Keloid-Risiko

Keloide — dickes, erhabenes Narbengewebe, das über die normalen Grenzen der Wundheilung hinauswächst — können bei genetisch prädisponierten Personen bei beiden Techniken auftreten (statistisch häufiger bei dunkleren Hauttönen). Patienten mit einer früheren Keloid-Vorgeschichte sollten ihren Chirurgen stets darüber informieren.

Strategien zur Minderung: Ein erfahrener Chirurg kann die Sichtbarkeit von Narben durch richtige Spannungskontrolle, geeigneten Punch-Durchmesser und Management des Spenderbereichs erheblich reduzieren. Silikongel, Sonnenschutz und frühzeitige Intervention können ebenfalls die Narbenqualität verbessern.